EIN LEBEN OHNE PLASTIK ist in unserer modernen Welt nicht mehr denkbar. Unglaublich viele Alltagsgegenstände bestehen aus Kunststoff. Er ist leicht, billig und langlebig. Doch genau das ist das Problem. Bis zu 450 Jahre braucht Plastik bis es sich zersetzt. Das heißt, dass es in immer kleinere Teile zerfällt – zuerst in Mikroplastik und dann in Nanoplastik. Man geht davon aus, dass Mikroorganismen nicht in der Lage sind Plastik vollständig zu zersetzten. Plastik enthält weiters viele Schadstoffe, die sich lösen können. Doch darüber denkt kaum jemand nach. Plastik ist einfach da und sehr praktisch.

AUSWIRKUNGEN
AUF UNSERE GESUNDHEIT
Das größte Problem für unsere Gesundheit stellen dem Kunststoff beigemischten Additive dar. Diese sind nicht fest gebunden und können mit der Zeit in die Umwelt bzw. den menschlichen Körper gelangen. Besonders problematisch sind dabei Zusatzstoffe, die hormonell wirksame Substanzen beinhalten, wie Weichmacher, Bisphenole und bromierte Flammschutzmittel. Diese Substanzen können unser Hormonsystem beeinflussen und Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper steuern. Dies kann zu Missbildungen der Geschlechtsorgane bei Kindern sowie zu Unfruchtbarkeit oder zu einem höheren Krebsrisiko im Alter führen.

SO GELANGT PLASTIK IN ÖSTERREICH IN DIE NATUR
Hauptübeltäter ist hier leider der Mensch. Achtlos in der Natur liegen gelassener oder weggeworfener Müll macht einen großen Teil des Problems aus. Wetterereignisse wie Wind, Stürme oder Hochwasser tragen Plastik in die Natur. Durch Wind kann der, auch im Mistkübel entsorgte Müll auch ins Meer geweht werden. Besonders stark betroffen sind davon Plastiksackerl aufgrund ihres leichten Gewichtes. Österreich ist zwar ein Binnenland, doch über die Donau kann auch unser Müll ins Meer gespült werden. So gelangen jährlich rund 40 Tonnen Plastik in die Donau, die ins Meer befördert werden.

In den Weltmeeren gibt es mittlerweile riesige Plastikinseln und Müllstrudel. Es gibt fünf große Meereswirbeln die alle riesige Mengen an Plastikmüll mit sich führen. Der größte ist der im Pazifik. Er ist vermutlich größer, als bisher angenommen, nämlich 79.000 Tonnen Plastik in einem Gebiet von 1,6 Millionen Quadratkilometern. Das entspricht 19 mal der Fläche Österreichs. In den Weltmeeren sammeln sich jährlich bis zu 12,7 Millionen Tonnen neuer Plastikmüll.

Aber auch in Asien führt das wirtschaftliche Wachstum zu einer höheren Produktion und Verbrauch von Plastik. Große Mengen landen auf oft ungesicherten Deponien. Das Müllmanagement in Asien hält mit dem rasanten wirtschaftlichen Aufstieg und Bevölkerungswachstum kaum Schritt. Schätzungen zufolge verursachen fünf asiatische Länder (China, Indonesien, Philippinen, Thailand, Vietnam) 60 Prozent des Plastikmülls. Auf Bali, das auch als Traumparadies für Urlauber gilt, wachsen die Müllberge, weil es keine organisierte Müllabfuhr gibt. Häufig wird der Plastikmüll illegal entsorgt, indem man ihn einfach in Flüsse wirft oder aber in Straßengräben, von wo er bei Starkregen in die Flüsse gespült wird. Oder der Müll wird einfach verbrannt und die Reste werden vom Regen in die Flüsse gespült.

Textquellen: www.global2000.at; www.themenspezial.eskp.de; www.oceancare.org/de; http://futter.kleinezeitung.at