Wie in meinem ersten Beitrag bereits erwähnt kommt der Begriff „Autismus“ aus dem Griechischen und steht für „selbst“. Autismus wird zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen gerechnet und derzeit unter dem Oberbegriff „Autismus-Spektrum-Störung“ zusammengefasst.

Die Häufigkeit von Autismus-Spektrum-Störungen liegt laut neueren Studien bei etwa 4 – 5 auf 10.000 Kinder oder Neugeborenen. Mittlerweile gibt es auch Meinungen, die von einer wesentlich höheren Häufigkeit ausgehen. Die Annahmen liegen bei etwa 15 – 40 Autisten auf 10.000 Kindern. Nennenswert ist auch das Verhältnis der Autismus-Erkrankung bei Jungen und Mädchen. Es liegt bei 4:1. Warum Jungen häufiger von Autismus betroffen sind als Mädchen ist nicht geklärt.

Die Hauptmerkmale einer Autismus-Spektrum-Störung sind Auffälligkeiten bei sozialen Interaktionen. Der betroffene Mensch ist in seiner sprachlichen und/oder nicht-verbalen Kommunikation beeinträchtigt. Das Verhalten, die Interessen und Aktivitäten sind eher eingeschränkt und gleichförmig wiederkehrend.

Autismus ist auch eine Störung der Wahrnehmungsverarbeitung. Autistische Menschen haben sozusagen Probleme im Wahrnehmungsbereich. Sie können sehen, hören, tasten, riechen, schmecken wie alle anderen auch. Sie können diese Wahrnehmungen aber kaum zu einem Gesamtbild verarbeiten.

Quelle: Bölte: Autismus, Spektrum, Ursachen, Diagnostik, Interventionen,
Perspektiven, 1. Auflage 2009, Seite 38/39)